Während der Pilotdurchführungen werden die Lernergebnisse anhand eines kombinierten Portfolios praxisorientierter Methoden bewertet. Für jede Methode ist festgelegt, welche Aktivität die Teilnehmenden durchführen, welchen Nachweis die Trainerin bzw.
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Assessment-Methode |
Aufgabe der Teilnehmenden |
Erhobener Nachweis |
Zugeordnetes Lernergebnis |
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Multiple-Choice-Wissenstest |
Den Multiple-Choice-Test mit acht Fragen zu Burnout-Mechanismen, emotionaler Arbeit, Risiken durch Arbeitsbelastung, Kommunikation und Präventionsstrategien bearbeiten |
Ausgefüllter Test und Ergebnisbogen |
LO1, LO2, LO5, LO6 |
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Arbeitsblatt: Belastungs-profil einer Schicht |
Belastungsspitzen, emotionale Auslöser, Unterbrechungen, Erholungsmöglichkeiten und Zeitpunkte für die Meldung von Überlastung aus einer kürzlich erlebten Schicht erfassen |
Ausgefüllte Vorlage für das Belastungsprofil einer Schicht |
LO1, LO3, LO5 |
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Fallstudie: Analyse einer überlasteten Schicht |
Ein Arbeitsszenario analysieren und Arbeitsanforderungen, fehlende Ressourcen, Risiken für die Patientensicherheit und organisationale Einflussfaktoren identifizieren |
Ausgefülltes Arbeitsblatt zur Fallanalyse oder Notizen der Trainerin bzw. des Trainers |
LO2, LO5, LO6 |
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Analyse der Fallvignette |
Die Fallvignette zur Burnout-Entwicklung analysieren und Arbeitsanforderungen, fehlende Ressourcen, Risiken für die Patientensicherheit sowie geeignete Schritte zur Meldung von Überlastung identifizieren |
Ausgefülltes Arbeitsblatt zur Analyse der Fallvignette |
LO1, LO2, LO5, LO6 |
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Übung zur professio-nellen Grenzsetzung |
Strukturierte Kommunikation und angemessene Reaktionen zur Weitergabe von Bedenken hinsichtlich Arbeitsbelastung und Sicherheit üben |
Übungsprotokoll zur professionellen Grenzsetzung |
LO4, LO6 |
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Entwicklung eines Plans zur Kurz-zeiterholung |
Realistische Erholungstechniken auswählen und dokumentieren, die während und nach dem Dienst angewendet werden können |
Persönlicher Plan zur Kurzzeiterholung |
LO3, LO7 |
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Kollegiale Reflexion und Diskussion |
An einer angeleiteten Reflexion über Belastungsmuster, Erholungshindernisse und Unterstützungsstrategien am Arbeitsplatz teilnehmen |
Reflexionsnotizen oder Teilnahmenachweis |
LO7, LO8 |
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Follow-up-Reflexion (nach 4–8 Wochen) |
Stresswahrnehmung, Nutzung von Erholungsstrategien, Erfahrungen mit professioneller Grenzsetzung und Anwendung im Arbeitsalltag reflektieren |
Ausgefüllter Follow-up-Reflexionsbogen |
LO3, LO4, LO7, LO8 |
Pilotportfolio: Die Kompetenzanforderungen für das Micro-Credential gelten als erfüllt, wenn das Portfolio den ausgefüllten Multiple-Choice-Test, das Arbeitsblatt zum Belastungsprofil einer Schicht, die Analyse der Fallvignette, das Übungsprotokoll zur professionellen Grenzsetzung, den persönlichen Resilienzplan sowie die Reflexion der Follow-up-Aktivität über den Zeitraum von 4–8 Wochen enthält.
Vorgeschlagener Ablaufplan
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Aktivität |
Dauer |
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Einführung und Lernergebnisse |
10 min |
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Theoretische Grundlagen von Burnout |
15 min |
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Diskussion des Job-Demands-Resources-Modells (JD-R-Modell) |
10 min |
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Fallstudie: Analyse einer überlasteten Schicht |
15 min |
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Übung zum Belastungsprofil einer Schicht und zur Belastungsanalyse |
15 min |
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Übung zur Kurzzeiterholung und emotionalen Entlastung |
15 min |
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Übung zur professionellen Grenzsetzung und Meldung von Überlastung |
15 min |
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Diskussion der Fallvignette |
10 min |
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Assessment und Reflexion |
10 min |
Gesamtdauer: ca. 105 Minuten
Format
Interaktiver Workshop, der theoretische Inputs, die Analyse pflegebezogener Fälle, Selbstreflexion, kollegialen Austausch, praktische Übungen zum Stressmanagement und angeleitete Transferübungen für den Arbeitsalltag verbindet.
Materialien
● Arbeitsblätter zum Selbstcheck von Burnout-Symptomen
● Vorlagen für Belastungsprofile von Schichten
● Materialien mit Fallszenarien aus der Pflege
● SBAR-Arbeitsblätter zur Meldung von Überlastung
● Formulierungshilfen zur professionellen Grenzsetzung
● Reflexionsarbeitsblätter
● Übungsanleitungen zur Kurzzeiterholung
● Hinweise für Trainerinnen und Trainer
● Flipcharts oder digitale Tools zur Zusammenarbeit
Hinweise für Trainerinnen und Trainer
Trainerinnen und Trainer sollten die Teilnehmenden dazu anregen, die Aktivitäten mit ihren eigenen Erfahrungen am Arbeitsplatz zu verknüpfen und sowohl individuelle als auch organisationale Einflussfaktoren auf Stress zu identifizieren. Besonderes Augenmerk sollte auf dem Erkennen früher Warnzeichen, der Förderung psychologischer Sicherheit sowie der Identifikation praktischer Präventionsmaßnahmen und geeigneter Meldewege liegen.
Integration des Follow-ups
Vier bis acht Wochen nach der Schulung werden die Teilnehmenden dazu angeregt, eine kurze Reflexionsaktivität zu folgenden Aspekten durchzuführen:
● Veränderungen in der Stresswahrnehmung,
● Nutzung von Erholungsstrategien,
● Erfahrungen mit Kommunikation und der Meldung von Überlastung,
● wahrgenommene Hindernisse für die Burnout-Prävention
● sowie Möglichkeiten zur Verbesserung am Arbeitsplatz.
Trainerinnen und Trainer können das Follow-up durch kollegiale Gespräche, Reflexionssitzungen im Team, Check-ins zum Wohlbefinden oder organisationale Gesundheitsinitiativen unterstützen. Gegebenenfalls können die Teilnehmenden außerdem dazu angeregt werden, ihr Belastungsprofil der Schicht erneut zu betrachten, um Veränderungen bei Belastungsmustern und Erholungsmöglichkeiten im Zeitverlauf zu erkennen.
Berufliche Anerkennung
Nach erfolgreichem Abschluss aller erforderlichen Assessments und Portfolio-Aktivitäten erhalten die Teilnehmenden ein verifiziertes Micro-Credential-Zertifikat in „Stressmanagement und Burnout-Prävention für Pflegefachpersonen und Pflegeassistenzkräfte“.
Das Micro-Credential bestätigt, dass die Teilnehmenden Wissen und praktische Kompetenz darin nachgewiesen haben, Burnout-Risiken zu erkennen, Strategien zum Stressmanagement und zur Erholung anzuwenden, strukturierte Kommunikations- und Meldeverfahren zu nutzen sowie Resilienz und psychologische Sicherheit im Gesundheitswesen zu fördern.